Gedenkstätten in Ottensoos
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| Lange Zeit erinnerte man sich in Ottensoos nicht an die jüdische Vergangenheit und das Schicksal der Gemeinde. Erst langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass die Städte und Dörfer durch die Judenverfolgung im Dritten Reich einen wichtigen Teil ihrer kulturellen Identität verloren haben.
Inzwischen hat sich dies aber glücklicherweise in vielen Gemeinden geändert. Viel dazu beigtragen haben auch Privatpersonen, die Informationen zusammen trugen, um die Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren. Auch die Kirchen sind vielfach wichtige Helfer und bemühen sich um Aussöhnung. So nehmen Vertreter der großen christlichen Konfessionen stets an Gedenkveranstaltungen teil - nicht nur in Ottensoos.
Auch Ottensoos gedenkt mittlerweile seiner untergegangenen jüdischen Kultusgemeinde. So wurde 1988 eine Inschrift an der ehemaligen Synagoge angebracht und 2003 löste man endlich die Wohnungen in dem Sakralbau auf. Schließlich ist die Ottensooser Synagoge neben Schnaittach die einzig erhaltene Synagoge im Nürnberger Land und daher von unschätzbarem Wert. Nun ist das Bauwerk ein Ort des Gedenkens.
Kranzniederlegungen erinnern an die verschleppten und ermordeten jüdischen Mitbürger. Das Gebäude selbst wird in regelmäßigen Abständen innen und außen auf Schäden inspiziert.
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"EHEMALIGE SYNAGOGE
DER SEIT 1531 ANSESSIGEN
JUEDISCHEN GEMEINDE
1698 URKUNDLICH ERWAEHNT
1867 NACH BRAND AUFGEBAUT
AM 9.11.1938 GESCHAENDET
DIE GEMEINDE OTTENSOOS GEDENKT
IHRER JUEDISCHEN MITBUERGER
1988" [175]
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Quelle: JiNL, Thomas Schlick, 2006, Weiterverwendung auf Anfrage
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