Die jüdische Gemeinde in Ottensoos

Dem Kunsthistoriker Theodor Harburger (1887 - 1949) ist es zu verdanken, dass noch einige wenige Aufzeichnungen über die Ritualgegenstände in der Ottensooser Synagoge erhalten sind. Der Verbleib der geraubten Gegenstände ist allerdings bis heute ungeklärt. Unter "Bauwerke" sind die Originalaufzeichnungen Harburgers zu finden. Auch im Schnaittacher Museum sind letzte Relikte aus der Synagoge zu bewundern.

Die Synagoge blieb glücklicherweise zumindest von außen nahezu unbeschädigt. Zwar wurde sie nach dem Krieg zweckentfremdet und als Wohngebäude genutzt, aber inzwischen steht das Haus leer und dient als Denkmal. In den Innenräumen sind noch Spuren der einstigen Nutzung zu erkennen.

Schon bald nach 1938 verschleppten die Nationalsozialisten die Ottensooser Juden nach Nürnberg. Von dort aus mussten sie ihre letzte Reise in die Vernichtungslager antreten. Heute existiert keine jüdische Gemeinde mehr in Ottensoos.


Kranz an der Ottensooser Synagoge [168]

[ vorherige Seite ]

[168]
Quelle: JiNL, Thomas Schlick, 2006, Weiterverwendung auf Anfrage