Gedenkstätten in Förrenbach

Förrenbach liegt etwa drei Kilometer östlich von Happurg entfernt. Wie Hubmersberg und Schupf gehört auch dieses Mahnmal zu einer ganzen Reihe von Denkmälern rund um Hersbruck. Am besten stellt man seinen Wagen am Parkplatz Happurger Stausee ab und geht rund fünf bis zehn Minuten zu Fuß am See in Richtung Förrenbach entlang, überquert die Straße und folgt dem Wegweiser.

Der Wegweiser zum Mahnmal Förrenbach [115]

In Hersbruck befand sich ein großes Lager mit Zwangsarbeitern, die in den Doggerfelsen oberhalb von Happurg tiefe Stollen in das Gestein treiben mussten. In diesen Gängen sollte später, geschützt vor Fliegerbomben, die Produktion von V2-Raketen aufgenommen werden. Unter furchtbaren Bedingungen wurden die Häftlinge zu Tode geschunden. Die Stollen in dem weichen Sandsteinen waren Einsturz gefährdet und so kamen etliche Menschen bei Arbeitsunfällen ums Leben. Viele Opfer verbrannte man schließlich bei Schupf und bei Hubmersberg im Wald, wo seit 1950 Mahnmale stehen.


Noch vor nicht allzu langer Zeit waren die Mahnmale in der Happurger Umgebung teils in keinem guten Zustand. Inzwischen kümmert sich neben der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung als Denkmalsverwalter auch ein Verein um die Anlagen. Nun sind die Orte gepflegt, gereinigt und die Grünflächen werden regelmäßig gemäht.

Die Anlage selbst ist klein und in einem recht ordentlichen Zustand. Doch der Zahn der Zeit nagt auch an diesen Objekten. So sind auch bereits Ausbesserungen notwendig geworden - leider nicht ganz farbgleich. Daher erscheinen auf dem Gedenkstein helle Flecken, die mitten durch die Inschrift gehen. Blumen und Kränze zieren oftmals die Gedenkstätte. Der Stein ist schlicht und trägt eine Aufschrift, die an die vielen Toten während des NS-Regimes erinnert:

"DEN OPFERN DES KZ-KOMMANDOS HERSBRUCK 1944-45"

Das Mahnmal im Wald bei Förrenbach [116]


[115] + [116]
Quelle: JiNL, Thomas Schlick, 2006, Weiterverwendung auf Anfrage