Gedenkstätten in Hüttenbach

Hüttenbach gedenkt seiner historischen jüdischen Gemeinde heute mit einer Gedenktafel am ehemaligen Standort der Synagoge in der Haunachstraße.

Diese Tafel wurde am 28. November 1995 feierlich enthüllt. Der frühere Bürgermeister Kögel, Gemeinderäte und natürlich Teile der Bevölkerung nahmen an der Zermonie teil. Die Zeitung widmete dem wichtigen Termin damals eine ganze Seite und zeichnete den Werdegang der Hüttenbacher Juden nach. Aus diesem Artikel stammen auch viele Einzelheiten auf dieser Homepage (s.a. "Jüdische Gemeinde").

Der 28. November war natürlich kein Zufallsdatum. Genau an diesem Tag im Jahre 1938 galt Hüttenbach als "judenfrei".

Initiiert hatte dies alles der Hüttenbacher Perry Gumann - ein Kenner der jüdischen Geschichte des Ortes. Gumann hatte bereits mehrere Arbeiten zur israelitischen Gemeinde seiner Heimatstadt verfasst und auch Bilder veröffentlicht, die sie ebenfalls unter "Jüdische Gemeinde", "Bauwerke" und "Bilder + Videos" sehen können.

Ein weiteres Foto, aufgenommen von Hans Gumann, befindet sich im Jüdischen Museum in Schnaittach. Es zeigt die brennende Synagoge am 10. November 1938.


Die Metalltafel, die heute auf dem Grundstück einer Gaststätte angebracht ist, trägt diese Inschrift:

"ZUM GEDENKEN UNSERER
JÜDISCHEN BÜRGER U. ALLER
OPFER VON VERBRECHEN U. GEWALT"

Die reiche jüdische Vergangenheit sorgt auch hin und wieder für überraschende und unverhoffte Funde: So etwa die Entdeckung einer Mikwe in der Bürgermeister-Roth-Straße. Dieses Bauwerk ist zwar nicht öffentlich zugänglich, aber wissenschaftlich dokumentiert und bearbeitet. Insofern kann hier durchaus von einem Ort des Gedenkens gesprochen werden.

Eine vorläufige Abbildung der Gedenktafel und des ehemaligen Synagogenstandorts können Sie auf der Seite "synagogen.info" betrachten: [ Gedenktafel in der Haunachstraße ]