Gedenkstätten in Hersbruck

Für die ehemalige jüdische Kultusgemeinde Hersbrucks gibt es keine Formen der Erinnerung. Zu ungenau und spärlich sind die Überlieferungen zu dieser Gemeinde, zu wenig ist bekannt über Größe, religiöse Prägung und Stellung der Israeliten. So kann letztlich nur durch die Dokumentation und Veröffentlichung des einzigen Hinweises auf Hersbrucker Juden an sie erinnert werden.

Völlig anders verhält es sich mit dem ehemaligen Lager Hersbruck: Der genaue Standort und die Verhältnisse sind bekannt und beschrieben. Hier kämpft ein Verein seit 1999 um eine Dokumentationsstätte und ein Mahnmal. Zudem bemüht sich der Verein darum, einen Teil der Doggerstollen bei Happurg der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Momentan sind die Gänge wegen akuter Einsturzgefahr verschlossen - eine Öffnung ist wohl auch in nächster Zeit nicht zu erwarten.


In Hersbruck selbst ist an der Amberger Straße, wo sich das KZ befand, lediglich eine Gedenktafel zu finden. Die Plakette wurde 1983 von der bayerischen DGB-Jugend angebracht und trägt diese Aufschrift:

"WER SICH
DES VERGANGENEN NICHT ERINNERT
IST DAZU VERURTEILT
ES NOCH EINMAL ZU ERLEBEN

ZUM GEDENKEN AN DAS
KZ AUSSENLAGER HERSBRUCK
1983 DGB JUGEND BAYERN."

Die Stadt Hersbruck unterstützt den Förderverein u.a. durch die Überlassung von Räumlichkeiten für die Vereinsarbeit.